Aktuelles

Kabarettabend mit Dr. Manfred Lütz

CBT, das Bonner Centrum für Blutgerinnungsstörungen und Transfusionsmedizin, lädt alle Interessierten herzlich zu einem Kabarettabend mit Dr. Manfred Lütz ins Rheinische Landesmuseum Bonn ein.

Am Mittwoch, 23.1.2019 um 18 Uhr referiert der Arzt, Theologe, Philosoph und Bestseller-Autor zum Thema:

„IRRE! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.“

...passend zu seinem gleichnamigen Buch. Eine scharfzüngige Gesellschaftsanalyse und zugleich eine heitere Einführung in die Seelenkunde.
Tickets (10 EUR/Person) gibt es ausschließlich per Email unter a.walter@cbtmed.de


50 Jahre Bonner Ärzteverein

50 Jahre Bonner Ärzteverein – das ist eine Feier wert. Der Bonner Ärzte Verein e. V. lädt seine Mitglieder, Freunde und Stellvertreter aus den Bereichen Politik, Gesellschaft und Verbänden am Samstag, 17. November 2018 zu einem Festakt ein. Von 18 bis 21 Uhr wird im Hotel Königshof in Bonn ein abwechslungsreiches Programm geboten. Absolutes Highlight des Abends ist der Festredner, Ethikprofessor Dr. Giovanni Maio.

Vorstandsvorsitzender PD Dr. med. Johannes Kruppenbacher wird den Abend eröffnen. Grußworte werden unter anderem von Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, gesprochen.

Die Feierlichkeiten werden musikalisch begleitet durch das „trio d’anches köln“. Beim anschließenden „Meet & Dine“ gibt es die Möglichkeit zum regen Austausch.

Der Bonner Ärzte Verein e. V. - Von Ärzten für Ärzte

Der Bonner Ärzte-Verein e. V. genießt eine lange Tradition in der Region. Bereits seit 1968 bietet er ansässigen Ärzten aller Fachgruppen die Gelegenheit zum informellen Austausch, zur Pflege sozialer und gesellschaftlicher Kontakte sowie zur Diskussion standesrechtlicher Belange mit Kollegen. Vor dem Hintergrund des immer rasanter werdenden medizinischen Fortschritts, der sich kontinuierlich wandelnden politischen Rahmenbedingungen sowie der großen Herausforderungen, die mit dem demografischen Wandel für Mediziner verbunden sind, ist ein solch kollegialer Schulterschluss wichtiger denn je. Es müssen jedoch nicht immer die ganz großen Themen sein. Ebenso von Belang sind regionale oder standortbezogene Fragestellungen sowie die stärkere Vernetzung der Bonner Ärzte über Sektorengrenzen hinweg.


Interplast in Sumbawanga

Größer könnte der Kontrast kaum sein: während in Deutschland rund 7.500 Augenärzte tätig sind, sind es in Tansania nur circa 50 – für 54 Millionen Einwohner. Tansania ist dazu ein sehr großes Land. Die Bewohner müssen daher für eine Behandlung sehr weite Strecken auf sich nehmen – Wege, die oftmals sehr teuer für die mehrheitlich arme Bevölkerung sind. Da bleibt anschließend oft kein Geld mehr für die eigentliche medizinische Behandlung. Unter diesen Umständen kann eine medizinische Versorgung nicht flächendeckend gewährleistet werden.
Diese schwierige Notlage erkannte auch Interplast, ein gemeinnütziger Verein aus Deutschland, der schon seit Jahren in mehreren Wochen im Jahr mithilfe eines freiwillig arbeitenden Teams hunderte kostenlose Operationen und medizinische Erst- und Nachversorgungen von Patienten in Sumbawanga, Tansania, ermöglicht. Unter Leitung von Marcus Strotkötter stehen beim diesjährigen 17. Einsatz vom 19.04.-06.05. schwere Fälle von Verbrennungen, Augenerkrankungen, Erblindungen, Knochenbrüche, Geburten und Nachbehandlungen von falsch durchgeführten Operationen auf der Tagesordnung. Diese schweren Fälle lassen das Team aus Deutschland und Tansania nicht unberührt. Doch die Belohnung für die mehrstündigen OPs kommen sofort: das strahlende Gesicht der Mutter zum Beispiel, dessen drei Tage alter Säugling mit Gastroschisis durch die erfolgreiche Behandlung des Ärzteteams von Interplast wieder wohl auf  und gesund ist. Die Dankbarkeit der Patienten und Angehörigen, die dem Team aus Chirurgen, Anästhesisten, Pflegern und Hebammen aus Deutschland entgegenströmt, ist überwältigend.
Patienten jeden Alters werden hier durch das Team betreut und versorgt. Der Bonner Augenarzt, Dr. Karsten Paust, berichtete von besonders vielen Kindern mit fortgeschrittener weißer Linsentrübungen. „Da die Linsentrübung erst im Alter von drei bis fünf Jahren aufgetreten ist, sind die Chancen auf eine deutlich bessere Sehschärfe nach der Operation sehr gut“, so Dr. Paust. In manchen Fällen allerdings kommt die ärztliche Behandlung durch das Team von Interplast aber auch zu spät, um eine erfolgreiche Erstversorgung durchzuführen. Nicht nur die langen Strecken zum Arzt, sondern auch die fehlende technischen modernen Ausrüstung der tansanischen Krankenhäuser und Ärzte sowie die mangelnde Aufklärung der Bewohner über die Notwendigkeit und den Erfolg der modernen Medizin, verschlimmern einige Verletzungen und Erkrankungen noch weiter. So berichtete Dr. Karsten Paust beispielsweise auch von dem Tod eines kleinen Kindes mit schweren Verbrennungen, das erst nach 48 Stunden ärztliche Hilfe erhalten hatte. „Afrika fordert einen, manchmal überfordert es.“
Das Team rund um Interplast sieht, dass Hilfe hier dringend gebraucht wird und auch genau den richtigen hilft. Der große Dank, der den Ärzten gezeigt wird, entschädigt für so manche Strapazen. Denn das Team arbeitet auf eigene Kosten, in der eigenen Urlaubszeit und wird nur durch großzügige Spenden und Mithilfen von Einzelpersonen und Vereinen finanziert und unterstützt. Diese ehrenamtliche und aufopferungsvolle Arbeit von so vielen Menschen und Vereinen ist beeindruckend und zeigt deutlich, wie viel man als Team erreichen kann.
Die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit von deutschen und tansanischen Spezialisten durch Interplast ermöglicht nicht nur eine Versorgung während der Einsatzzeiten, sondern stellt auch die Grundlage für eine langfristige Hilfe. Durch diese Zusammenarbeit werden Aus- und Weiterbildungen für einheimische Ärzte und Krankenpfleger ermöglicht.
Allen Beteiligten, die Beschaffungen von medizinischer Ausrüstung und Medikamenten ermöglicht, die Operationen erfolgreich durchgeführt, die Nachversorgungen ermöglicht, die zahlreichen Patienten intensiv versorgt und die uns mit Spenden unterstützt haben, gebührt ein großer und herzlicher Dank!

Über diese beispielhafte Hilfsbereitschaft erfahren Sie mehr unter: https://betterplace.org/p14708


Nachrichten der Ärtzekammer Nordrhein